Intermittierendes Hinken, auch bekannt als Claudicatio intermittens, ist ein medizinischer Begriff, der einen schmerzhaften Zustand beschreibt, bei dem Schmerzen in den Beinen während des Gehens auftreten und in Ruhephasen wieder nachlassen. Dieses Symptom ist typisch für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), eine Erkrankung, bei der die Arterien, die Blut zu den Beinen und Armen führen, verengt oder blockiert sind, meist aufgrund von Atherosklerose.

Allgemeine Beschreibung

Bei intermittierendem Hinken führt die unzureichende Blutversorgung der Beinmuskulatur, besonders bei Belastung wie Gehen, zu Schmerzen, Krämpfen oder einem Gefühl der Erschöpfung in den Beinen. Die Symptome verbessern sich typischerweise mit Ruhe. Dieses Muster unterscheidet die Claudicatio intermittens von anderen Ursachen von Beinschmerzen, die nicht notwendigerweise mit dem Gehen zusammenhängen oder sich bei Ruhe verbessern.

Anwendungsbereiche

  • Diagnose: Die Diagnose stützt sich auf die Patientengeschichte, körperliche Untersuchungen und spezielle Tests wie die Messung des Knöchel-Arm-Indexes, Doppler-Ultraschalluntersuchungen und Angiographie.
  • Behandlung: Die Behandlung zielt darauf ab, den Blutfluss zu verbessern, Schmerzen zu lindern und das Fortschreiten der Atherosklerose zu verlangsamen. Sie kann Lebensstiländerungen, Medikamente und in schweren Fällen chirurgische Eingriffe wie Angioplastie oder Bypass-Operationen umfassen.

Bekannte Beispiele

  • Gehtraining: Regelmäßiges Gehen verbessert die Effizienz der Muskelnutzung von Sauerstoff und fördert die Entwicklung von Kollateralgefäßen, um die Blutzirkulation zu verbessern.
  • Raucherentwöhnung: Rauchen ist ein bedeutender Risikofaktor für die Entwicklung von PAVK und das intermittierende Hinken.

Behandlung und Risiken

Unbehandelt kann intermittierendes Hinken zu einer Verschlechterung der Lebensqualität führen und das Risiko für schwerwiegendere Komplikationen wie kritische Gliedmaßenischämie und, im schlimmsten Fall, die Notwendigkeit einer Amputation erhöhen. Früherkennung und Management sind entscheidend, um den Blutfluss zu verbessern und die Mobilität und Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten.

Zusammenfassung

Intermittierendes Hinken ist ein Warnsignal für eine zugrunde liegende periphere arterielle Verschlusskrankheit und erfordert eine umfassende medizinische Bewertung und Management. Durch eine Kombination aus Lebensstiländerungen, Medikation und möglicherweise chirurgischen Interventionen können die Symptome signifikant verbessert und das Risiko von Komplikationen reduziert werden.

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